Hinter dem Paddel

G'Power Technologiepark.

5-Achsen-CNC, Spread-Tow-Carbon, Monocoque-Blätter, QNECT-Verbindungen, UV-Druck — jedes Paddel, das Gorzów verlässt, hat all das durchlaufen. So bauen wir sie.

5-Achs CNC milling Spread-Tow-Carbonfaser QNECT-verstellbare Verbindung UV-Druck

G'Power fertigt Paddel aus Kohlefaser mit 5-Achs-CNC-Formenfräsung, 3D-CAD/CAM-Design und Spread Tow-Kohlefaserlaminierung. Jede Blattform beginnt als Solidworks-Modell. Jede Form wird auf einem Lambda VTS-Bearbeitungszentrum gefräst. Jedes Laminat verwendet vorimprägnierte Kohlefaser, die in kontrollierter Wärmeumgebung ausgehärtet wird. Dieser Ablauf produziert Paddel mit gleichbleibendem Gewicht, reproduzierbaren Biegeeigenschaften und einer Oberflächenqualität, die über Produktionsserien hinweg konstant bleibt.

5-Achs-CNC-Fräsung — Lambda VTS

Das Bearbeitungszentrum Lambda VTS arbeitet simultan in fünf Achsen über eine Arbeitsbreite von 1750mm. Es verarbeitet Verbundwerkstoffe, Kunststoffe, Aluminium und Epoxidharze. Fünf Achsen bedeuten: Zusammengesetzte Kurven, asymmetrische Profile und Hinterschnitte, die moderne Blattformen definieren, werden in einer einzigen Aufspannung gefräst. Kein Umspannen. Kein kumulierter Fehler zwischen Arbeitsschritten.

Traditionelle Paddelformen werden von Hand geformt. Handformung bringt Abweichungen zwischen Kopien. CNC beseitigt diese Abweichungen. Zwei Spider ELITE-Blätter, die Monate auseinander produziert wurden, biegen sich identisch.

Spread Tow-Kohlefaser

Herkömmliches Kohlefasergewebe verwendet gebündelte Rovings: zylindrische Bündel aus Tausenden einzelner Kohlenstofffilamente. Die Spread Tow-Technologie flacht jeden Roving vor dem Weben zu einem dünnen, breiten Band ab. Dünnere Lagen. Weniger Faserkreuzungspunkte. Höhere Faserdichte pro Schicht. Glattere Oberfläche.

Für Paddel bedeutet Spread Tow leichtere Laminate bei gleicher Steifigkeit. Die abgeflachten Fasern verteilen die Last gleichmäßiger im Laminat und reduzieren Spannungskonzentrationen an den Faserkreuzungspunkten im konventionellen Gewebe.

Monocoque-Blattkonstruktion

G'Power-Blätter verwenden Monocoque-Konstruktion: eine einteilige, selbsttragende Kohlefaserschale ohne inneres Skelett oder geklebte Verbindungen. Die Kohlefaserschale selbst trägt alle Kräfte — Zug, Torsion und Schlag.

Geklebte Verbindungen sind der schwächste Punkt jeder Verbundstruktur. Monocoque eliminiert sie. Es ist dasselbe Konstruktionsprinzip wie bei Formula 1-Chassis und Flugzeugrümpfen. Für ein Paddelblatt, das Tausende Lastzyklen pro Trainingseinheit aufnimmt, zeigt sich der Unterschied in einer Haltbarkeit, die in Saisons gemessen wird — nicht in Monaten.

QNECT Verstellsystem

QNECT ersetzt Schäfte mit fester Länge durch eine verstellbare Verbindung. Längenverstellung: ±10 cm. Blattwinkel: 0° bis 85° in 5°-Schritten, links oder rechts. G'Power führte QNECT als erstes verstellbares System ein, das den Standards der IDBF (International Drachenboot Federation) entspricht.

Zwei Varianten für unterschiedliche Bedingungen:
QNECT Aluminum verwendet eine kathodisch geschützte Legierung, die Salzwasserkorrosion widersteht. Gebaut für Drachenboot- und Outrigger-Einsatz.
QNECT Composite ist ein polyamidbasiertes System mit hoher Schlagfestigkeit und null Korrosion. Leichtere Variante für Sprint- und Slalomrennen.

Ein QNECT-Paddel deckt einen Trainingsbereich ab, für den sonst zwei oder drei Paddel mit fester Länge nötig wären.

3D-Design und UV-Druck

Die Blattgeometrie entsteht in Solidworks. Digitale Modelle ermöglichen Formiterationen, bevor eine physische Form existiert. Designänderungen, die früher Wochen an Handarbeit erforderten, entstehen in Stunden am Bildschirm.

UV-Druck bringt Grafiken direkt auf die ausgehärtete Kohlefaseroberfläche auf. Wasserdicht. UV-beständig. Dauerhaft mit dem Harz verbunden. Teamfarben, Logos und athletenspezifische Designs werden ohne Aufkleber, Farbschichten oder zusätzliches Gewicht aufgebracht.

Von der polnischen Werkstatt aufs olympische Podium

Rafał Głażewski gründete G'Power 2005 nach Teilnahmen an den Olympischen Spielen in Sydney 2000 und Athens 2004. Das Vorgängerunternehmen GP war seit 1988 aktiv. Fast vier Jahrzehnte Paddelproduktion schufen die Fertigungsstätte, die heute in Gorzów Wielkopolski läuft: Lambda VTS CNC, Solidworks CAD/CAM, Spread Tow-Kohlefaser und temperaturkontrollierte Aushärtekammern — alles in derselben Werkstatt.

Carlos Perez Rial gewann olympisches Gold im K2 500m bei den Spielen 2008 in Beijing mit G'Power-Paddeln. Über 40 Distributoren auf sechs Kontinenten führen das vollständige Sortiment: Sprint, Slalom, Wildwasser, Freestyle, Drachenboot, Kanupolo, SUP, Outrigger und Seekajak.

Die Paddel leisten, was sie leisten, weil die Fertigung präzise, reproduzierbar und auf Materialwissenschaft gebaut ist. Die Athleten beweisen es.